{"id":137,"date":"2018-03-11T23:04:47","date_gmt":"2018-03-11T21:04:47","guid":{"rendered":"http:\/\/gemeinsameltern.blogsport.de\/2018\/03\/11\/der-furchtbare-februar\/"},"modified":"2018-03-11T23:04:47","modified_gmt":"2018-03-11T21:04:47","slug":"der-furchtbare-februar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gemeinsameltern.de\/?p=137","title":{"rendered":"Der Furchtbare Februar"},"content":{"rendered":"<p>Der Februar war furchtbar. An den Januar kann ich mich kaum noch erinnern und der M\u00e4rz schwankt zwischen leicht und durchwachsen.<\/p>\n<p>Die Kinder allerdings bringen wir lachend und lernend durch die Tage. Bis auf die Tage, an denen sie selbst krank waren, ist ihr Aufwachsen in gewohnter und inspirierender Umgebung kaum \u2013 oder eigentlich gar nicht \u2013 beeintr\u00e4chtigt. Das schicke ich gern voraus: ich schreibe \u00fcber m e i n e Befindlichkeit und nicht \u00fcber eine Krise, in der die Kinder leiden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Im Februar war A-lex nicht da. Er hat sich eine Auszeit genommen, um sich aus seinen destruktiven Arbeitsmustern zu befreien und um eine neue Perspektive auf sein Leben zu gewinnen. Er sollte das besser selbst beschreiben.<br \/>\nIch hatte es damit nicht so leicht, ich hatte das Gef\u00fchl, nicht gefragt worden zu sein und eben damit klarkommen zu m\u00fcssen, dass er uns mal eben den R\u00fccken kehrt. Und dann waren in diesem Monat einfach alle mal krank. Erst Emma gleich vollst\u00e4ndig acht Tage nach A-lex\u2019 Abreise, dann war ich vier Tage verreist und dabei krank, konnte nach meiner R\u00fcckkehr aber wenigstens noch ein bisschen Kinder mitbetreuen, die dann auch krank wurden. Bei den Zwillingen \u00e4u\u00dferte sich das in einer gro\u00dfen Mattheit und in schlechtem Schlaf. Die \u00c4rmsten sa\u00dfen schwach auf dem Sofa rum und verstanden selbst nicht, was mit ihnen los war. Ab und zu mal ein schwankender Gang durch die K\u00fcche, dann wieder zur\u00fcck auf den Scho\u00df, Buchanschaun und Milch trinken.<br \/>\nKiko hat es auch erwischt: Kein Kindergarten. Und dann lag Yuriko darnieder. Also immer nur zu zweit mit den Kindern, mit angeheuerter Unterst\u00fctzung aus dem Dorf, die aber unterschiedlich gut von den Kindern angenommen wurde (der im letzten Eintrag erw\u00e4hnte Helfer hatte uns auf dem letzten Dr\u00fccker versetzt). Es war einfach total m\u00fchsam. Und ich habe original \u00fcberhaupt nichts geschafft \u2013 ich versuche ja seit Monaten, noch die letzten Sachen auf der Baustelle fertig zu kriegen.<\/p>\n<p>Als A-lex wieder da war, war alles wieder einfach: Die Kinder sofort Feuer und Flamme \u2013 wir hatten bef\u00fcrchtet, dass sie fremdeln \u2013 und auch endlich mal wieder Zeit ohne Kinder haben. <\/p>\n<p>Jetzt ist A-lex auch krank geworden, au\u00dferdem ist er schon wieder im Arbeitsstress \u2013 nur diese Woche, da ist einfach besonders viel zu tun, wird er wahrscheinlich sagen; irgendwas wird sich schon ver\u00e4ndern\/ver\u00e4ndert haben durch die Auszeit, auch wenn er das mir gegen\u00fcber noch nicht benannt hat oder benennen konnte. Ich bin jetzt auch einfach nur froh, dass er wieder da ist, und er wird ja auch wieder gesund. Das ist also das Leichte am M\u00e4rz: Wir sind wieder zu viert und im Gro\u00dfen und Ganzen werden wir wieder die komfortable Viererelternschaft leben d\u00fcrfen, die selbst auch schon wieder etwas komfortabler geworden ist, weil die Kinder einfach schon wieder ein St\u00fcck selbstst\u00e4ndiger geworden sind (und die Kleinen jetzt nachts fast\/meist durchschlafen). Lassen sich jetzt oft auch gut alle drei allein betreuen. Das Durchwachsene kommt eher von einer D\u00fcsternis aus mir heraus \u2013 bin nicht zufrieden mit mir, nicht belastbar, mein Blick ist nur noch auf die To-Do-Liste gerichtet. \u00dcbern\u00e4chste Woche wollen wir mir freiwilligen Helfer*innen auf unserem Gel\u00e4nde werkeln, und ich merke: Ich kann keine einzige weitere Aufgabe annehmen, sonder nur noch das fertig machen, was auf meiner Liste steht. Dann ist es vorbei mit Bauen. Wie lange? Wei\u00df ich nicht. Was danach kommt? Wei\u00df ich eigentlich schon, aber bin ich \u00fcberhaupt in der Lage, ein neues Projekt zu beginnen? Ich bin verunsichert, Mit den Kindern kann ich lustig sein und ich werde viel bekuschelt und angestrahlt. Aber selbstsicher bin ich gerade nicht. Gemely hin oder her.<\/p>\n<p>Von den Kindern gibt es zu berichten: Kiko schwankt zwischen Konkurrenzverhalten zu den kleinen Br\u00fcdern (Streit, wer auf meinem Scho\u00df sitzen darf!) und gro\u00dfer Selbst\u00e4ndigkeit (anziehen, aufr\u00e4umen, spielen). Nennt auch uns V\u00e4ter weiterhin unbeirrt \u201eMama\u201c. Vorgestern gab es einen Schreianfall, weil sie auf keinen Fall die Nacht mit A-lex machen wollte, da ist richtig was schief gelaufen, sie hat das schon beim Abendessen verk\u00fcndet, wir haben es ignoriert, weil sie so was \u00f6fter mal sagt und dann ist es doch kein Problem, wenn A-lex sie ins Bett bringt. Aber diesmal hat das nicht geklappt und in der R\u00fcckschau war es verkehrt, dass wir (bzw. A-lex) da nicht fr\u00fchzeitig drauf eingegangen sind. Ich habe letztlich die Nacht gemacht, aber der Weg dahin war unn\u00f6tig schmerzvoll und dramatisch. Am n\u00e4chsten Morgen hat sie dann mit A-lex gekuschelt, als ob nie was gewesen w\u00e4re, und wenn er nicht krank geworden w\u00e4re, h\u00e4tte sie sich wohl auch leicht von ihm ins Bett bringen lassen.<br \/>\nDie Zwillinge: Quietschfidel, vertieft, neckisch, hungrig, entschlossen, beredt (\u201eScheppach\u201c hei\u00dft Ketchup und ist wichtig, Das Omelett aus den ausgeblasenen Ostereiern hie\u00df \u201eEierbecher\u201c und dann redet vor allem Noam ganz viel von seiner Omaellen (Oma Ellen)). Die beiden sind kaum zu beschreiben, die muss man sehen, und wenn man sie sieht, grinst man die meiste Zeit\u2026<\/p>\n<p>Viele weitere Blogeintr\u00e4ge wollen noch geschrieben werden\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Februar war furchtbar. 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